Unsichtbare Kraftpakete: Wie Diskrektion und Technik Ihre geistige Fitness sichern

Zu einem aktiven, erfüllten Leben gehört gutes Hören einfach dazu – ob beim Musikhören, beim Spazieren in der Natur oder im turbulenten Alltag. Doch viele Menschen zögern den Weg zum Hörakustiker hinaus, weil sie auffällige Geräte hinter dem Ohr befürchten.

Dass moderner Hörkomfort heute maximal unauffällig, bequem und gleichzeitig ein echter Motor für Ihre geistige Leistungsfähigkeit ist, erklärt Hörakustik-Experte Ingo Fennen von Hörwerk Hörgeräte e.K. im Interview.

Unsichtbare Kraftpakete: Wie Diskrektion und Technik Ihre geistige Fitness sichern
Moderne Im-Ohr-Geräte sind vollkommen unauffällig und dabei trotzdem extrem leistungsstark
Der Blick in den Spiegel? Überraschend dezent!

Frage: Gibt es etwas, was all Ihre Kunden in Bezug auf ein neues Hörsystem eint?

Ingo Fennen: In der Tat geht bei vielen Kunden, die zum ersten Mal bei uns ein Hörsystem testen, der Blick direkt in den Spiegel. Die Überraschung ist dann meistens groß, wie unauffällig moderne Hörsysteme heutzutage sind. Besonders dezent sind dabei die Modelle, die direkt im Gehörgang getragen werden, wie das ultrakompakte IIC-Modell (Invisible-in-the-Canal) von Signia. Unsichtbar sind zwar auch diese Geräte nie ganz, aber ein Laie wird auf den ersten Blick absolut nichts erkennen. Die Sorge vor klobigen Apparaten gehört damit endgültig der Vergangenheit an.

Unsichtbare Kraftpakete: Wie Diskrektion und Technik Ihre geistige Fitness sichern
Moderne Hörgeräte wie das Signia Insio werden individuell maßgefertigt und bieten dadurch höchsten Tragekomfort

Maßanfertigung für maximalen Tragekomfort

Frage: Ist es nicht unbequem oder drückend, wenn Hörsysteme direkt im Ohr sitzen?

Ingo Fennen: Ganz im Gegenteil – vorausgesetzt, die Anpassung erfolgt mit handwerklicher Präzision. Systeme wie das Oticon Own oder Signia Insio, die direkt im Ohr sitzen, werden für jeden Kunden individuell maßgefertigt.

Dafür wird in den Hörwerk-Fachgeschäften eine präzise Abformung des Gehörgangs genommen. Die daraus gefertigte Schale besteht aus besonders hautfreundlichen Materialien, die ein angenehmes Tragen ermöglichen – auch nach vielen Stunden. Ein unschlagbarer Vorteil im Alltag: Da sich keine Bauteile mehr hinter dem Ohr befinden, ist diese Versorgung ideal für Brillenträger.

Künstliche Intelligenz im Miniaturformat: Das Gehirn entlasten

Ein Whitepaper des BVHI (Bundesverband der Hörsysteme-Industrie e.V) macht deutlich: Ein unversorgter Hörverlust führt zu chronischer kognitiver Überlastung, da das Gehirn permanent akustische Lücken schließen muss. Moderne Im-Ohr-Systeme kompensieren nicht nur, sie arbeiten aktiv wie ein kognitiver Filter.

Frage: Wie sieht es bei diesen kleinen Geräten mit der Leistungsstärke und technischen Innovationen aus?

Ingo Fennen: Die Miniaturisierung geht keineswegs zu Lasten der Leistung. Das Oticon Own nutzt beispielsweise ein DNN (Deep Neural Network) – ein tiefes neuronales Netzwerk. Diese integrierte künstliche Intelligenz wurde mit über 12 Millionen Klang-Szenen aus dem realen Leben trainiert. Dadurch verarbeitet das System Klänge präzise. Das Ergebnis für den Träger ist ein kristallklarer, natürlicher Sound, der das Gehirn bei der Hörarbeit massiv entlastet.

Im-Ohr-Hörsysteme als Lösung in (fast) jedem Fall

Frage: Kann eigentlich jeder Kunde ein Im-Ohr-Hörsystem tragen?

Ingo Fennen: Grundsätzlich ja. Es gibt in der Praxis eigentlich nur zwei Kriterien, die eine solche Versorgung unmöglich machen: zum einen besonders eng gebaute oder anatomisch sehr kleine Gehörgänge, zum anderen eine hochgradige Einschränkung der Hörleistung, die ein wesentlich größeres, externes Power-Hörsystem erfordert. Im Rahmen einer persönlichen Beratung und Vermessung bei uns im Fachgeschäft klären wir diese Voraussetzungen direkt im ersten Schritt ab.

Unsichtbare Kraftpakete: Wie Diskrektion und Technik Ihre geistige Fitness sichern
Ob sich Im-Ohr-Hörgeräte für Sie eignen, klären wir direkt im ersten Schritt der Hörversorgung

Warum Zögern die geistige Fitness gefährdet

Aus der Zukunftsforschung weiß man, dass Gesundheit kein Schicksal sondern gestaltbar ist – das ist der Kern des Longevity-Gedankens. Wer sein Gehör rechtzeitig professionell versorgen lässt, investiert langfristig in den Erhalt seiner mentalen Vitalität.

Frage: Wann genau ist eigentlich der ideale Zeitpunkt für ein Hörsystem?

Ingo Fennen: Sobald Ihnen im Alltag erste Veränderungen auffallen. Wenn Sie Ihr Gegenüber immer schlechter verstehen, das Klingeln an der Haustür überhören oder von Familie und Freunden darauf hingewiesen werden, dass der Fernseher zu laut eingestellt ist – all das sind klare Anzeichen für einen Hörverlust.

Unser dringender Rat als Hörakustiker: handeln Sie zügig! Wer einen Hörverlust ignoriert, „verlernt“ mit der Zeit das Hören. Das Gehirn baut mangels Stimulation immer mehr ab, man kann anregenden Diskussionen nicht mehr folgen und nimmt Informationen nur noch häppchenweise wahr. Gutes Hören ist der Schlüssel, um geistig fit, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben. Kommen Sie zu uns ins Hörwerk-Fachgeschäft – wir helfen Ihnen gern dabei, Ihrem Leben die volle Klangvielfalt zurückzugeben!

Quellen & Referenzen:
Praxis-Expertise: Interview mit Ingo Fennen, Inhaber und Hörakustiker bei Hörwerk Hörgeräte e.K.
Technologie-Daten: Herstellerspezifikationen Oticon Own / IIC (Deep Neural Network)
Whitepaper: Longevity und Prävention – Neue Chancen und Perspektiven für die Hörakustik (Anja Kirig im Auftrag des BVHI)